"Ich denke in Aromen und Düften"

Michael Beck erzählt

Weshalb Kakao der Geschmack seiner Kindheit ist. Warum die BecksCocoa Sachets das Reisen erleichtern. Und wie die Inspiration zu einer neuen Geschmacksrichtung edler Trinkschokolade entsteht. All das verrät uns Kakao-Connaisseur Michael Beck in einem sehr persönlichen Protokoll. Ein Lob- und Liebeslied auf die Vielfalt der herben, dunklen Bohne.

„Eine heiße Tasse BecksCocoa Criollo“  nach einem Frühjahrspaziergang! 100 Prozent bester Kakao, ohne Zucker. Ein Trinkgenuss, der auch die letzte Frühjahrsmüdigkeit aus unseren Körpern und Köpfen vertreibt. Wunderbar! Doch wissen Sie was? Mir ist das nicht genug. Soll ich Ihnen verraten, warum ich als junger Mensch meine Heimatscholle nicht verlassen, nirgendwo anders hinfahren wollte? Ich hatte Angst, es gibt keinen Kakao dort. Das ist die volle Wahrheit und nicht übertrieben: Milch! Kakao! Ohne die beiden geht bei mir gar nichts. Weder im Winter, noch im Frühling, noch im Sommer.

Kakaos für alle Stimmungslagen

Schon meine frühsten Kindheitserinnerungen sind immer mit dem Geschmack von Kakao gewürzt. Ich war schrecklich heikel, ein sehr schlechter Esser. Mich konnte man mit wenig mehr als frischer Milch und Kakao locken. Damit ich endlich aß (bzw. trank!), füllte meine Mutter Gemüsebreie in Fläschchen, steckte mir ein Stückchen Schokolade in den Mund. Nur so bekam sie etwas Anständiges in mich hinein. Schokoaroma ist der Geschmack meines Lebens.

Also, feststeht: Ich bin ein Kakao-Freak. Deshalb wollte ich einfach nur den Besten trinken. Weil ich den aber nirgends so fand, fing ich an, selbst Kakaos zu mischen. Kakaos für alle Lebens- und Stimmungslagen: Lavendel-Kakao ) für den langen Spaziergang mit vielen Gedanken, Lakritz-Kakao„Dr. No“  für eine Tasse gepflegte, süßholzige Nordlichterei, Bergamotte-Kakao Drachenherz"als den Earl Grey unter den heißen Schokoladen ...

MyOdoo text and image block
MyOdoo image and text block

Die Inspiration des Zufalls

Mein Wegweiser? Ist meine Nase. Ich rieche alles. Und selbst denken tue ich in Gerüchen, Düften, Aromen. Und dann: Ein Geruch, ein Gedanke, eine Zutat schwirrt vorbei, etwas, das vorher nicht da war. Ich lese ein Rezept, entdecke ein Gewürz, irgendwas, und es rattert los in meinem Hirn. Wenn ich durch den Wald laufe und streife zufällig an einem Blatt entlang, es entwickelt seinen Duft ... Kennen Sie Robinien, ihre Blüten? Wissen Sie, wie die riechen? Das ist Wahnsinn, seit ich die letzthin gerochen habe, frage ich mich, wie und was kann ich damit anfangen? So geht es immer.

Neues entsteht im Kopf

Meine Mischungen entstehen dann weniger in der Küche, sie wachsen erst in meinem Kopf. Das Rezept für meinen Chai „Om zum Beispiel hatte ich ein halbes Jahr im Kopf. In der Küche war die Mischung dann in einer halben Stunde fertig. Das Wichtigste bei der Kakao-Zubereitung? Die Milch – unbedingt frisch und mit 3,5 Prozent Fett; für Menschen, die keine (Kuh-)Milch wollen: Hafermilch – nicht zu heiß machen, höchstens 80 Grad, denn Hitze zerstört die feinen Schoko-Aromen! Ah, ja, wie ich meine jugendliche Sorge von oben gelöst habe und heute überall hin verreisen kann? Ich habe immer Sachets mit Kakao bei mir. Sollten Sie auch tun!“