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Kakaopulver wächst nicht auf Bäumen.

Wie kommt der Kakao eigentlich in die Dose? Ein spannender Weg, den wir für Euch hier mal skizzieren.

Am Anfang steht natürlich die Ernste. Dazu trennen unsere Kakaobauern die Kakaofrüchte mit langen Pflückmessern von den Bäumen und öffnen sie mit der Machete, um das Fruchtfleisch aus den Früchten zu holen.

Nach der Ernte schließt sich der Fermentationsprozess an. Dafür liegen die Bohnen und das Fruchtfleisch für mehrere Tage in Holzkisten oder ausgebreitet auf Bananenblättern. Bei Temperaturen zwischen 45 und 50 Grad läuft ein Gärprozess ab, bei dem verschiedene chemische und biologische Prozesse das Fruchtfleisch von den Bohnenlösen. Der  in der Gärung entstehenden Alkohol stoppt die beginnende Keimung der Samen und die Bohnen verlieren einen Teil ihrer Bitterstoffe. Sie entwickeln die typischen Aromastoffe bzw. deren Vorstufen und ihre braune Farbe.

Nach der Fermentation werden die Kakaobohnen auf Matten oder Tabletts ausgebreitet und ein bis zwei Wochen in der tropischen Sonne getrocknet. Durch Hitze und Sonnenbestrahlung schrumpft der Wassergehalt der Bohnen, sie werden haltbar und ihr Kakaoaroma entwickelt sich weiter.

Die Kakaobohnen werden zur Weiterverarbeitung vor allem nach Europa und Nordamerika verfrachtet. Dort werden sie gereinigt, geröstet, veredelt und schließlich zu feinem Kakaopulver zermahlen.